Am 27. und 28. April 2018 steht Marburg ganz im Zeichen der Zukunft.

Unser Theater verwandelt sich in ein Zukunftslabor, indem wir aus der Perspektive des Futur Perfekt den lähmenden Konjuktiv der Gegenwart hinter uns lassen. Wer wollen Sie gewesen sein? Wir müssen nicht immer auf irgendetwas warten, um damit anzufangen. Jetzt schon können wir Geschichten entwickeln, die Experimentierfelder für eine zukünftige solidarische Gesellschaft sind. Wie das werden wird, wissen wir noch nicht. Aber wir stellen die Bühne dafür bereit.

Zusammen mit den eingeladenen Künstler*innen entwerfen wir eine  utopische Praxis und lassen eine andere Wirklichkeit entstehen. Der Future Perfect Club recherchiert unkonventionelle Lebens- und Handlungsentwürfe und tritt als Multiplikator für zukunftsweisende Ideen auf. In Äh As In Äther tauchen die Performer*innen so tief in ihre fiktiven Entspannungsszenarien ein, bis sie nicht mehr aus diesen zurückfinden. Kirstin Gerwien spielt ein szenischesKonzert zwischen großer Popgeste und Melancholie. Max Wallenhorst liest und performt seinen neuesten Text um Sorgearbeit und feministischer Science Fiction. Im Anschluss diskutieren und spekulieren wir weiter mit Musik & Getränken.

Bereiten Sie sich mit uns auf das Kommende vor. „Fast alles wird gut“ 😉
Zur Probebühne der Zukunft laden wir sie und euch alle herzlich ein.

 

 

Future Perfect Club

Wie sieht die Welt eigentlich aus, wenn alles gerecht verteilt ist? Welchen Grundsätzen folgen Regierende, die ausschließlich zum Wohl der Gemeinschaft handeln? Was heißt Globalisierung, wenn damit nicht primär die Bewegung von Waren, Geld und Daten, sondern Körper, Wissen und Träume gemeint sind? An wen richtet sich das Theater der künstlichen Intelligenzen? Was wird in der Schule gelehrt, die nicht leistungsfähige Individuen, sondern ausgeglichene und umsichtige Gesellschaftsmitglieder ausbildet? Und wie klingt eine Sprache ohne Grenzen?
„Utopische Spekulation!“ Mag sein. Macht aber nix. Denn genau dafür ist der Future Perfect Club da. Auf der Suche nach unkonventionellen Lebens- und Handlungsentwürfen haben ambitionierte Futuronaut*innen ein Jahr lang Menschen getroffen, die versuchen, schon heute ein bisschen besser zu leben. Am Ende ihrer Recherche gründeten sie den Future Perfect Club als Multiplikator und Katalysator zukunftsweisender Ideen. Inzwischen haben sie ein einzigartiges Verfahren entwickelt, mit dem auf der Basis eines umfangreichen Medien- und Projektarchivs potenzielle Zukünfte durchgespielt und live erfahrbar gemacht werden können.
Schauen auch Sie im vielversprechendsten Think Tank der Welt vorbei und lassen Sie mit uns die kühnsten Gesellschaftsentwürfe einen Moment lang wahr werden.

Besetzung:
Ole Hübner (Musik & Performance)
David Guy Kono (Performance)
Saskia Rudat (Performance)
Laura Strack (Dramaturgie & Text)
Wiebke Strombeck (Bühnen- & Kostümbild)
Jascha Sommer (Künstlerische Leitung, Performance)
Klaas Werner (Dramaturgie & Text, Produktionsleitung)

 

birth of jones 

Kristin Gerwien ist Sängerin, Komponistin und Performerin. Mit elektrischer Gitarre begibt sie sich und ihr Publikum in ein Spiel mit und um sich selbst. Die Musik bietet den Zuhörenden ein Tagebuch möglicher Begegnungen an. Es erzählt von menschlicher Haut, von Verlust und Exzess –
„I am really really breaking towards you“. Der Abend ist gleichzeitig Konzert und ein performatives Spiel mit Entfremdungen, in dem beide Seite stetig fragiler, stetig offener werden.

 

 

~Äh As In Äther~

In der Entspannung ist der Imperativ klar: immer weiter entspannen! Es gibt kein Ende der Entspannung. Ist ein scheinbares Ende des körperlich Machbaren erreicht, entwirft die Entspannung eine Fiktion, die die narrative und körperliche Bewegung ins vorerst Unendliche verlängert. 
Ich liege auf dem Boden und trotzdem sinke ich tiefer. Und tiefer. Wenn uns einne Stimme dazu auffordert, immer tiefer in ihr zu versinken, um letztendlich am imaginären Sandstrand zur Ruhe zu kommen, fragen wir uns, was sich unter diesem vertrauten Szenario weiteres verbirgt. Worauf stoßen wir, wenn wir uns noch tiefer entspannen? Welche Entspannugsszenarien passiert der Körper in der Entspannung und wie lassen sich diese kartographieren?  Was passiert wenn die Körper nicht mehr zurückfinden? Die Beschäftigung mit der Stimme als körperlich-materielles Phänomen bildet in „Äh As In Äther“ den Ausgangspunkt für eine, im wörtlichen, wie auch übertragenen Sinne, Meditation über das Verhältnis von Sprache und Körper.
Die Performance nutzt die transgressiven Erzählstrategien der Entspannung als Prinzip ihrer Formation und Wahrnehmung. Dabei entwerfen die Performer*innen eine flüchtige Gegenwart, die vor der Anstrengung ihrer eigenen Erschaffung kapituliert und in die Zukunft weist.

Performance: 
Lena Wontorra
Maximilian Brands
Clara Reiner
Christopher Weickenmeier

 

 

 

 

 

 

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